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Viele Bestzeiten und gute Platzierungen bei den FLVW Meisterschaften und FLVW Masters Meisterschaften in Lage

Arne Fischer, LSF Münster, über 1.500 m bei den FLVW Masters Meisterschaften in Lage. Foto: M. Holtkötter

Arne Fischer, LSF Münster, über 1.500 m bei den FLVW Masters Meisterschaften in Lage. Foto: M. Holtkötter

[MH] An diesem Wochenende wurde am Samstag in Lage der dritte Teil der FLVW Meisterschaften ausgetragen. Einen Tag später folgten die FLVW Meisterschaften der Masters.

FLVW Meisterschaften
800 m
Einzig Matti Teismann war am Samstag aus unseren Reihen über 800 m in der M14 am Start. Nachdem er am 6. Juni in Dortmund seine Bestzeit um fast 4 Sekunden auf 2:20,65 verbessern konnte, hatte er sich eine gute Platzierung erhofft. Der Rennverlauf war für Matti nicht optimal. Nachdem die erste Runde etwas langsam war, verschärfte die Spitze das Tempo. Matti verpasste diesen Moment und kämpfte auf der zweiten Runde um Anschluss. Das kostete viel Kraft, sodass er auf der Zielgeraden nicht, wie gewohnt, spurten konnte und noch zwei Konkurrenten vorbeilassen musste. Es wurde am Ende der 7. Platz in seiner AK. Große Freude herrschte jedoch über seine neue Bestzeit von 2:18,87. Seit Jahresbeginn hat es sich schon um rund 6 Sekunden verbessert. Kleine Anmerkung am Rande: Matti lief in Spikes von Alina Reh. Seine Mutter hatte diese über Ebay-Kleinanzeigen erworben. Erst als das Paket zu Hause ankam, war klar, von welcher tollen Langstrecklerin diese Spikes sind.

FLVW Masters Meisterschaften
100 m
Am Sonntag standen in Lage die Masters im Mittelpunkt. Der Tag begann mit den Sprints über 100 m. Gleich im ersten Lauf standen Karl-Heinz Prieß (M70) und Torolv Prokosch (M75) am Start. Es herrschten 1,6 Meter Gegenwind, nicht optimal für gute Zeiten. Karl-Heinz sprintete in 16,47 auf den 3. Rang in seiner AK. Torolv benötigte 18,06 auf den 2. Platz in der M75. Beide waren in diesem Jahr schon deutlich schneller, aber der Gegenwind verblies bessere Zeiten.
Um 11:10 Uhr ging Alexandra Schoppe-Schmidt (W45) im zweiten von drei Zeitendläufen in die Startblöcke. In ihrem Rennen herrschte mit 0,5 m/s ein leichter Rückenwind. Die guten Bedingungen nutzte Alex für eine neue Bestzeit mit 13,99, was ihr den 2. Platz in der W45 einbracht. Natürlich hat sie damit auch die Norm für die Deutschen Masters Meisterschaften erreicht.

800 m
Einzig Laura Brockhoff hatte aus unserem Verein über die kurze Mittelstrecke gemeldet. Die taktische Vorgabe lautete: „Mach‘ dein eigenes Rennen.“ In ihrem Leistungsbereich war leider keine Frau am Start, sodass es gar keine andere Vorgabe geben konnte. Zwei der Gemeldeten waren deutlich schneller und der Rest langsamer nach den Meldezeiten. Laura fühlte sich während des Rennes gut, ging defensiv an und schaffte so das Kunststück, die zweite Runde schneller als die erste zu laufen. Am Ende kam sie in 2:31,26 mit einer neuen Bestzeit als Siegerin der W30 ins Ziel. Sie verbesserte sich um rund 3 Sekunden. Das mittelfristige Ziel lautet nun, die 2:30 zu unterbieten.

200 m
Alex hatte auch über 200 m gemeldet und meinte noch vor dem Lauf: „Ich bin ganz schön kaputt.“ Während des Rennens sah man es ihr nicht an. Sie lief gleichermaßen kraftvoll wie elegant und finishte in neuer Bestzeit von 28,70. Damit belegte Alex den 2. Platz in der W45. Sie konnte es gar nicht fassen, dass sie unter 29 Sekunden geblieben war. Wenn man bedenkt, dass ihr spezifisches „Sprinttraining“, etwas übertrieben gesagt, im Tragen von Sprintspikes besteht. In den nächsten Wochen bis zu den Deutschen Masters Meisterschaften, wofür sich Alex über 100 und 200 m qualifiziert hat, soll sich das ändern. Das Training wird in dieser Zeit auf Sprint umgestellt.
Mit der Zeit von 34,03 hat sich auch Karl-Heinz Prieß für die Deutschen Masters Meisterschaften qualifiziert. Er belegte damit den 3. Platz in der M70.

1.500 m
Für 1.500 m hatten Anne Holtkötter (W65) und Arne Fischer (M55) gemeldet. Die Sonne hatte die Bahn im Laufe des Tages sehr aufgeheizt. Es dürften um die 40 Grad auf der Laufbahn gewesen sein.
Zunächst bestritt Anne ihr Rennen. Von ihrer Zielzeit hatte sie sich bei den Bedingungen gleich verabschiedet. Sie lief gleichmäßige Runden und kam als Siegerin der W65 in 6:38,97 ins Ziel. Damit war sie rund 9 Sekunden langsamer als vor wenigen Wochen über diese Distanz, allerdings bei besseren Bedingungen.
Arne machte 3 ½ Runden lang die Pace für eine Verfolgergruppe. Drei Läufer hatten sich schnell vom übrigen Feld abgesetzt. Arne ging es gar nicht um die Verfolgung, sondern er hatte seine eigene Zeit im Sinn. Er spulte recht gleichmäßige Runden ab und finishte nach 5:18,07 als 3. Mann der M55. Mit der Zeit war er nicht so zufrieden, aber der nächste Lauf wird kommen.

Matti Teismann, LSF Münster, läuft bei den FLVW Meisterschaften über 800 m in der M14 eine neue Bestzeit mit 2:18,87.
Matti Teismann, LSF Münster, läuft bei den FLVW Meisterschaften über 800 m in der M14 eine neue Bestzeit mit 2:18,87.
Alexandra Schoppe-Schmidt, LSF MastersTeam, mit neuer Bestzeit von 28,70 über 200 m bei den FLVW Masters Meisterschaften in Lage. Foto: M. Holtkötter
Alexandra Schoppe-Schmidt, LSF MastersTeam, mit neuer Bestzeit von 28,70 über 200 m bei den FLVW Masters Meisterschaften in Lage. Foto: M. Holtkötter
Laura Brockhoff, LSF Münster, freut sich nicht nur über die neue Bestzeit von 2:31,26 über 800 m, sondern auch sich von den Spikes nach dem Lauf befreien zu können.
Laura Brockhoff, LSF Münster, freut sich nicht nur über die neue Bestzeit von 2:31,26 über 800 m, sondern auch sich von den Spikes nach dem Lauf befreien zu können.
Anne Holtkötter, LSF MastersTeam, macht das Beste aus den Hitzebedingungen über 1.500 m. Foto: M. Holtkötter
Anne Holtkötter, LSF MastersTeam, macht das Beste aus den Hitzebedingungen über 1.500 m. Foto: M. Holtkötter
Arne Fischer, LSF Münster, über 1.500 m bei den FLVW Masters Meisterschaften in Lage. Foto: M. Holtkötter
Arne Fischer, LSF Münster, über 1.500 m bei den FLVW Masters Meisterschaften in Lage. Foto: M. Holtkötter