Krell und Hille bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe

[MH, 31.05.2026] Die Lange Laufnacht in Karlsruhe feierte am 30. Mai ihr 10-jähriges Bestehen. Das ist eine einzigartige Laufveranstaltung in Deutschland. Über 1.000 Athletinnen und Athleten waren an diesem Tag und Abend über 800 m, 1.500 m, 3.000 und 5.000 m im Carl-Kaufmann-Stadion aktiv. Alle Rennen werden live bei YouTube übertragen. Im letzten Jahr erzielte über die Hälfte aller Teilnehmenden eine neue Bestleistung. Die Organisatoren tun alles, um beste Bedingungen für die Startenden zu schaffen. Tempomacherinnen und -macher sorgen dafür, dass Bestleistungen und Normen in den vielen verschiedenen Läufen erzielt werden.
Unter den vielen Starten waren in diesem Jahr auch Lisa Krell (WJU23) und Benno Hille (M). Ihre Startzeit für die 5.000 m war am späten Samstagabend nach 22:00 Uhr. Das ist mancher Biorhythmus im Keller. Zunächst war der Lauf von Julia, die noch einen Test vor den Deutschen U23-Meisterschaften über diese Distanz haben wollte. Am 18. Dezember hatte sie sich mit der Zeit von 17:57,47, gelaufen in Auckland (Neuseeland), dafür qualifiziert. In einem schnellen Rennen ging Lisa sehr mutig an, zu mutig wie sich im letzten Drittel des Rennens herausstellen sollte. Mit ihrer gelaufenen Zeit von 18:22,63 war sie gar nicht zufrieden. Sie belegte in der WJU23 den 16. Platz. Dennoch konnte sie viel Erfahrung sammeln. Es gehört viel Übung dazu, in schnellen Rennen das eigene Tempo zu finden.
Benno startete um 22:50 Uhr. Er fand schnell seine Pace. Der Tempomacher machte ganz vorn viel Druck. Mit etwas Abstand dahinter bildete sich eine Kleingruppe, auf die das Hauptfeld folgte. In der Spitze des Hauptfeldes hielt sich Benno auf und schwamm im Feld mit. Das war eine kluge Taktik. In der zweiten Hälfte des Rennens, als das Hauptfeld sich auseinanderzog, konnte Benno nach und nach Plätze gutmachen. Exzellent war sein Spurt auf der Zielgeraden, der ihn zu einer Endzeit von 14:59,43 brachte. Allein die Tatsache, dass Benno mit dieser Zeit in der Männerwertung den 42. Platz belegte, macht deutlich, wie hochklassig in Karlsruhe die Starterfelder sind. Für Benno war dieser Lauf eine weitere Standortbestimmung, nachdem das Frühjahr nicht verletzungsfrei abgelaufen war. Er meinte: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und Rennverlauf und hoffe, den Trend nach oben jetzt weiter verfolgen zu können.“


