Anne Holtkötter gewinnt Silber über 1.500 m bei den Deutschen Meisterschaften der Masters, Schoppe-Schmidt wird Vierte über 200 m

An diesem Wochenende finden in Mönchengladbach die Deutschen Meisterschaften der Masters statt. Gleich am ersten Tag gewann Anne Holtkötter über 1.500 m der AK W65 die Silbermedaille und bereicherte damit ihre umfangreiche Medaillensammlung.
Welcher Schuh darf es sein?
Ein heißes Diskussionsthema der letzten Monate, vor allem bei den Deutschen Langstreckenmeisterschaften im Mai in Celle, wurde rechtzeitig vor dieser DM geklärt: Welche Laufschuhe sind für die Masters nach dem Reglement zugelassen? In den Teilnehmerinformationen zu diesen Meisterschaften heißt es dazu: „Es gelten die Schuhregeln der WMA (Regel 5.13.3).“ WMA steht für World Masters Athletics. In der Regel steht (übersetzt ins Deutsche): „Jeder in Wettkämpfen verwendete Schuh muss eine Sohle mit einer maximalen Dicke von höchstens 40 mm aufweisen (außer bei Schuhen mit Spikes, deren Sohle eine maximale Dicke von höchstens 30 mm aufweisen muss).“ Bislang wurden bei den Deutschen Meisterschaften der Masters die Schuhregeln der World Athletics angewendet, die eine maximale Sohlendicke auf der Bahn von 20 mm vorsehen.
Freitag – 1.500 m mit Anne Holtkötter und Dagmar Deuber
Für die 1.500 m in der W65 hatte Anne Holtkötter und in der W50 Dagmar Deuber gemeldet. Annes Start war um 18:15 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war es mit 27 Grad im Schatten noch sehr warm und ein unangenehmer, kräftiger Wind blies auf der Gegengerade den Teilnehmerinnen ins Gesicht. In diesem Lauf gingen alle Frauen der höheren Altersklasse W65 und älter an den Start. Nach der Papierform sah es gut für einen Podiumsplatz für Anne aus, aber man weiß nie, wie Meldezeiten und aktuelle Form zusammenpassen. Auf taktische Spielchen wollte sich Anne nicht einlassen: „Ich will auch eine gute Zeit laufen.“ Nach dem Startschuss fädelte sich das Feld schnell wie an eine Perlenschnur auf. Annes Zwischenzeiten bei 100 m und 500 m passten genau. Angelika Albrecht, die in der W65 Gold gewann, hatte sich nach 500 m etwa 30 m abgesetzt. Erst in der letzten Runde konnte Anne den Rückstand etwas verkürzen und holte in der Zeit von 6:33,30 die Silbermedaille. Sie wäre gern etwas schneller gelaufen: „Ich bräuchte mal ein Rennen, bei dem es nicht so heiß ist und es keinen so kräftigen Wind gibt. Dann traue ich mir eine Zeit unter 6:30 zu, aber ich freue mich total. Hat Spaß gemacht.“
Anne begann ihre Meisterschaftsstarts auf der Bahn am 14. Juli 2013 in Mönchengladbach, eigentlich aus einer Laune heraus: „Die Bahnwettkämpfe sind doch das, was ich im Training immer auf der Bahn mache. Warum soll ich da nicht auch mal bei den Bahnmeisterschaften starten.“ Ihr Debüt endete mit zwei Gold- und einer Silbermedaille im Grenzlandstadion.
Dagmar war um 19:25 Uhr dran. In dieser Altersklasse hatten 13 Frauen gemeldet. Hoffnungen auf eine vordere Platzierung machte sich Dagmar nicht, aber dennoch ging sie motiviert an die Startline. Sie lief von Anbeginn ihr eigenes Rennen. Am Ende reichte es in 6:19,65 zu einer Saisonbestleistung und dem 11. Platz in ihrer AK. Ab dem kommenden Jahr wechselt Dagmar in die AK W55. Mit dieser Zeit hat sie bereits die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften der Masters geschafft. Dann gehört sie zu den Jungen in der neuen AK. Dagmar freute sich über ihren Lauf: „Ich habe alles gegeben, obwohl ich wusste, dass ich keine Chance auf eine vordere Platzierung habe, aber ich wollte eine gute Zeit laufen. Bei den Bedingungen bin ich sehr zufrieden und schaue nach vorn.“
Aus Vereinssicht werden am Samstag und Sonntag noch Thomas Falkenkötter, Alexandra Schoppe-Schmidt und Karl-Heinz Prieß über die Sprintdistanzen an den Start gehen.
Samstag
Thomas Falkenkötter war am Samstag der einzige Starter über 100 m in der AK M 55. Mit der Endzeit von 13,51 Sekunden blieb er in der zu erwartenden Zielzeit. Klar hofft man gerade bei einer Meisterschaft auf einen Ausreißer nach oben, aber das klappt nicht immer. Am Ende belegte Thomas damit den 12. Rang in der M55.
Sonntag – 4. Platz für Alexandra Schoppe-Schmidt über 200 m
Am Abschlusstag der Meisterschaften standen die 200 m Sprints auf dem Programm. Alexandra Schoppe-Schmidt ist eine Exotin im Sprintbereich, denn in der meisten Zeit des Jahres trainiert sie nicht für diese Disziplin. Allerdings macht ihr Sprinten Spaß und so tritt sie im Wettkampf auch gern gegen die Spezialistinnen an. Top Five war das Ziel für diesen Deutschen Meisterschaften über 200 m. Sie war aufgrund der Vorleistungen in den zweiten, schnelleren von zwei Zeitendläufen gesetzt. Alex gab alles und nach 28,73 kam sie als Vierte ins Ziel. Gerade einmal 5 Hundertstel Sekunden fehlten ihr zu Bronzemedaille.
Als sie das Ergebnis sah, hatte sie zwiegespaltene Gefühle: „Ja, so ein Ärger. Ich habe es gemerkt, ich hätte noch 3 m gebraucht. Aber für mich als Underdog unter den Spezialistinnen ist das top und ich bin sehr zufrieden.“
Nach Alex stellte sich noch Karl-Heinz Prieß der Konkurrenz der Männer in der AK M70. Karl-Heinz hatte in diesem Jahr schon eine 33er Zeit zu Buche stehen. Im Finale klappte es nicht ganz so gut. Er sprintete in 34,58 als 10. Mann in seiner AK ins Ziel.






