Großes LSF-Team beim Venloop


[MV, 29.03.26] Mit einer großen Gruppe von mehr als 50 Läuferinnen und Läufern waren die Laufsportfreunde beim Venloop, einem riesigen Laufevent in Venlo kurz hinter der deutschen Grenze, dabei. Bei Sonnenschein und nur wenig Wind verlief der Lauf über 10 oder 21,1 km, auch in den Vororten steppte der Bär. Schnellster Starter des LSF im Halbmarathon war Lucas Ohmscheiper in 1:14:09, beste Läuferin war Carolin Krüll, die nach 1:27:12 im Ziel war. Im 10 km Lauf verpasste David van Daacke eine Zeit unter 36 Minuten nur um 7 Sekunden.
Langjährige Vereinsmitglieder können sich daran erinnern, dass früher regelmäßig Busfahrten zu attraktiven Laufevents in der weiteren Umgebung stattfanden, u.a. nach Eindhoven, Bonn oder zum Rothaarsteig-Halbmarathon. Die letzte Busfahrt des Vereins fand am 6. April 2019 mit dem Ziel Freiburg statt. Diese etwas eingeschlafene Tradition wurde nun vor allem auf Anregung der Laufgruppe von Michél und Kristin wiederbelebt mit einer gemeinsamen Fahrt zum Venloop. Bei diesem Laufevent kurz hinter der Deutsch-Niederländischen Grenze können verschiedene Strecken gelaufen und gewandert werden. Unsere Starter waren überwiegend im Halbmarathon, aber auch auf der 10 km-Strecke dabei.
Der Bus war mit fast 60 Plätzen schnell ausgebucht, durch Absagen konnte dann aber doch noch die Warteliste bedient werden. Schließlich fanden sich 50 Laufsportfreunde am Sonntag um 8:00 Uhr (wegen der Zeitumstellung gefühlt 7:00 Uhr) an der Sentruper Höhe ein. Die Stimmung an Bord war gut, überall gab es auch trainingsgruppenübergreifend Gespräche und in weniger als 2 Stunden waren wir schon vor Ort. Das Eventgelände ist ein Park mitten in der Stadt, hier waren Schließfächer, die Toiletten und ein großes Zelt mit Catering zu finden. Was fehlte waren Umkleiden und Duschen, das ist in den Niederlanden häufig so. Auch wenn das Event ansonsten super organisiert war, könnte man dies definitiv verbessern. Der 10er startete um 12 Uhr, der Halbmarathon um 14 Uhr. Dies hieß dann leider längeres Warten. Als um 14 Uhr endlich der Startschuss fiel, mussten viele erst noch in Ruhe bis zur Startlinie gehen, ehe sie sich in Bewegung setzen konnten. Bei Martina Pösentrup beispielsweise betrug die Brutto-Netto-Differenz 22 Minuten.
Die zunächst flache Strecke besteht gefühlt ausschließlich aus Stimmungsnestern. Ist man von einer Beschallung weg, kommt schon eine Band oder ein weitere Disco-Box, übrigens teilweise auch mit deutschen Liedern. So wird man quasi mit Musik durch den ganzen Lauf geführt, die Stimmung gleicht einem Volksfest, man muss es erlebt haben. Man ist immer von Läuferinnen oder Läufern umgeben und kann sich ziehen lassen, leider führt das dichte Feld an Engstellen (z.B. der zweite Kilometer in der Innenstadt) auch schon mal zu Stau und etwas Zeitverlust. Nach hinten raus kommen dann auch noch ein paar kleinere Höhenmeter, weil man u.a. die Maas zwei Mal überqueren muss.
Im Ziel waren alle sehr zufrieden, es gab einige neue PBs, aber auch müde Beine. Um 18 Uhr ging es mit dem Bus wieder zurück nach Münster und an Bord war man sich einig, dass auch nächstes Jahr wieder eine gemeinsame Fahrt zu einem Laufevent organisiert werden sollte. Der Dank aller Beteiligten ging an unsere Assistentin Jutta, die viel Arbeit in die Organisation gesteckt hat.
Zum Sportlichen Teil
[MH, 30.03.2026] Die stattliche Zahl von 51 LSFer/innen auf der Halbmarathondistanz wurden (bislang) erfasst. Dazu kamen noch zwei Startende über 10 km. Die Ergebnissuche gestaltet sich allerdings schwierig, weil man nicht nach Vereinen, sondern nur nach Name, Nummer und Wohnort suchen kann. Wer sein Ergebnis in den Ergebnislisten auf unserer Homepage vermisst, meldet dieses bitte über das Ergebnisformular an Michael Holtkötter. Dann wird das Resultat natürlich noch erfasst.
Die Bedingungen und die motivierende Atmosphäre begünstigten die Leistungen unserer Starter/innen, sodass einige persönliche Bestzeiten gelaufen wurden, teilweise mit einer erheblichen Steigerung. Dies gelang Carolin Krüll, Dennis Kerkenhoff, Maximilian Riep, Hannah Keil, Roderic Kreunen (um 3 Minuten) und Leonard Brenner. Sicher gab es noch andere Bestzeiten, von denen ich nur nichts weiß. Ein Sorry dafür. Die vielen guten Resultate belegen, dass in den zurückliegenden Monaten in den verschiedenen Trainingsgruppen gut trainiert wurde. Allein das motivierende Umfeld reicht für eine Bestzeit nicht aus. Dennis, der unter dem selbst gesteckten Ziel von einer 1:22er-Zeit bleiben konnte, schrieb nach dem Wettkampf seiner Trainingsgruppe: „War mit dem LSF-Bus schon ziemlich cool gestern und perfekte Rahmenbedingungen. Toller Lauf, überragende Stimmung. Klare Empfehlung!“ Anna Gerke, die ganz spontan ihren ersten Halbmarathon lief und sonst eher zu 800 und 1.500 m tendiert, war auch voller Euphorie nach dem Lauf: „So viele Leute waren an der Strecke und die Musik hat mächtig angespornt. Ein Euphorieschub nach dem nächsten! Nach 12 km wusste ich: das schaffe ich – und dann sind‘s 1 Stunde 56 Minuten geworden.“ In das gleiche Horn stieß Leonard Brenner, der lange an der Seite von Carolin gelaufen war: „Bei der Stimmung hat es mich wie von alleine zur neuen Bestzeit mit 1:26 getragen.“
Überhaupt war es ein ereignisreiches Wochenende aus Sicht des Vereins. Wir hatten
53 Finisher in Venlo,
10 in Berlin beim Halbmarathon,
1 beim 5-km-Lauf in Werl,
2 beim Halbmarathon in Prag,
20 beim Traillauf (Klippenlauf) in Ibbenbüren und
5 beim Bahnsportfest in Oelde.
Überall wurde unsere Vereinsfarben bestens vertreten.

