[MH, 21.09.2026] Am 26. August 2017 wurde erstmalig ein Vereinssportfest, offen auch für Nichtmitglieder, ausgetragen. Im Nachbericht zum Sportfest in der Novemberausgabe der Vereinszeitung war in der Unterüberschrift zu lesen: „Können wir auch Bahn? Wir können.“ Klar, die Hauptexpertise besitzt unser Verein in der Organisation von Straßenlaufveranstaltungen, aber es zeigte sich, dass wir auch das Know-How für Bahnveranstaltungen besitzen.
Damals probierten sich einige LSFer/innen auf der Bahn aus, die bis dahin keine oder kaum Erfahrungen mit dem Bahnlaufen hatten. Für manche war es ein einmaliger Ausflug, andere fanden Gefallen an dieser Wettkampfform. Seit 2017 wurde nicht in jedem Jahr ein Vereinssportfest durchgeführt, dennoch blicken wir inzwischen auf die 6. Austragung des Offenen Vereinssportfestes der Laufsportfreunde Münster zurück.
In diesem Jahr wurde der 19. September als Veranstaltungstag auserkoren. Eine Woche nach dem Münster-Marathon war dieses Datum vermutlich nur suboptimal. Es ist aber auch nicht einfach, im dichtgedrängten Veranstaltungskalender einen passenden Termin zu finden. Das Wetter an diesem Samstag war mit einem Mix aus Sonne und Wolken, Temperaturen um 19 Grad gut, allerdings störte der kräftige und in Böen noch auffrischende Wind doch. Das hörte man immer wieder von den Teilnehmenden, die gerade ins Ziel gekommen waren. Angeboten wurden an diesem Tag die Sprintstrecken von 100 bis 400 m, die beiden Mittelstreckendistanzen 800 und 1.500 m sowie die beiden Langdistanzen mit 3.000 und 5.000 m. Aus unserem Verein hatten insgesamt 17 Mitglieder gemeldet. Acht davon gehören der Dienstagstrainingsgruppe von Timo Mersmann und mir an, in der auch ein spezielles Mittelstreckentraining angeboten wird. In dieser Gruppe ist eine gewisse Affinität zum Bahnlaufen vorhanden.
Sieben Altersklassenrekorde
Es wurden immerhin sieben Altersklassenrekorde an diesem Tag erzielt. Diese gingen auf das Konto von: Thomas Falkenkötter (M55) mit 13,43 über 100 m und 27,44 über 200 m, Christian Linnenbaum (M35) mit 29,51 über 200 m, Kathleen Hollenberg (W30) mit 69,46 über 400 m, Anne Holtkötter (W65) mit 86,14 über 400 m, Stanislaw Bartusiak (M75) mit 3:42,19 über 800 m und schließlich Michael Holtkötter (M70) mit 5:51,03 über 1.500 m.
Thomas Falkenkötter fand über das letztjährige Sportfest zu uns in den Verein. Im gefiel die kleine und feine Veranstaltung so gut, dass er sich sagte, warum soll ich nicht künftig für diesen Verein starten. Seit dem 1. Januar 2026 liegt das Startrecht bei unserem Verein. Christian Linnenbaum lief erstmal 200 m im Wettkampf und stellte hinterher fest: „Am Ende werden die 200 m doch ganz schön lang.“ Anne Holtkötter gab sogar ihr Debüt über 400 m: „Warum soll ich das nicht mal im Wettkampf probieren. Im Training laufe ich doch auch häufiger 400-m-Wiederholungen.“ Am Ende merkte sie das Lakat in ihren Beinen, war aber sehr glücklich mit ihrer Zeit. Stanislaw Bartusiak strahlte im Ziel: „Ich war dieses Jahr sogar vier Sekunden schneller als im Vorjahr.“
Glückliche Gesichter sah man auch bei unseren Gästen. Immer wieder hörte man im Zwiegespräch ein Lob: „Tolle kleine Veranstaltung.“ Wir hoffen, dass sich das rumspricht und unser kleines und feines Sportfest noch mehr Teilnehmende aus den eigenen Reihen und Gästen findet, ohne das familiäre Flair zu verlieren.
Die Hauptarbeit leisteten Arne Fischer und Lucas Ohmscheiper. Sie wurden von einem kleinen Team unterstützt. Vielen Dank dafür.